Puppen- und Maskentheater

Text und Lieder für Kindertheater

Ata Gilani


Charakteren:

Erzähler/in

Esel

Fahrrad

Frosch

Auto

Ampel

Akt 1 – Wunderwelt

Erzähler:   Hallo Kinder, hallo Leute! Was machen wir hier, heute?

Publikum: ….

Erzähler: Ja,…hier ist ein Fenster, sagen wir, ein Fenster zur Welt; ein Fenster zur Kinderwelt. Kinderwelt ist Wunderwelt. Wunderwelt ist wunderschön. Wer will mit in diese Wunderwelt gehen?

Publikum:…

Erzähler:

 Ja….! Du kommst, und du kommst. Und du …, ja…, alle wollen mitkommen.

Dann gehen wir alle, los! Last uns gehen!

Wie gehen wir in die Wunderwelt?

Gehen wir zu Fuß?

Nein, sie ist zu weit.

Wir können nicht zu Fuß so weit gehen.

Fahren wir mit dem Fahrrad?

Fahren wir mit dem Auto?

Fliegen wir mit dem Flugzeug?

Nein, die Wunderwelt ist auch für ein Flugzeug zu weit,

die Wunderwelt ist weder zu Fuß, noch mit dem Auto, noch mit dem Flugzeug zu erreichen.

Gleichzeitig ist die Wunderwelt so nah, dass wir sie bloß in einem Augenblick erreichen können; natürlich wenn wir wollen. Wollen wir?

Publikum: Ja!

Erzähler: (singt)

Kinderwelt ist Wunderwelt.

Wunderschön ist Kinderwelt,

Wunderwelt ist wunderschön!

Du kannst sie mit Augen sehen

Wilder Wolf mit vollem Mund

Leise Mäuse, lauter Hund

Hasen laufen hin und her

Fische saufen immer mehr

Bäume wachsen nach und nach

Für die Katzen Richtung Dach

Tiere Singen in dem Baum

Fische tanzen in dem Bach

Weiße Wolken im Himmel

Galoppieren wie Schimmel

Bunte Blumen auf dem Hof

Wer es nicht mag, ist ja doof

Du und ich und sie und  er

Lieben Berge, See und Meer

Das ist doch die Wunderwelt

Möchtest Du? Dann Bitte Sehr!

Erzähler:

Dann, gehen wir los…! Zuerst machen wir die Augen zu! Du auch! Auch Du sollst die Augen zu drucken. Jetzt zählen wir: Eins, Zwei, Drei! Augen Auf!

 (Sie öffnet das Fenster: Blitz, Musik und Tanz und Licht)

Erzähler: (Mond, Wolken, Sonne, Blumen und Tiere tanzen)

Hier ist der Mond. Der Mond im Himmel. Da, dort sind die Wolken. Der  Mond  kommt abends, beleibt am Himmel während der Nacht, wenn es dunkel ist. Dann, wenn die Nacht vorbei ist, kommt die Morgendämmerung. Dann geht die Sonne auf. Wenn die Sonne kommt, wird die Welt hell. Ja, es wird doch gesagt: “Die Nacht hat zwölf Stunden, dann kommt schon der Tag.”

Tagsüber sind wir alle wach!

(singt)

Die Hasen laufen, die Vögel singen

Die Bärenkinder raufen und ringen

Koch in der Küche, Gärtner im Garten

Hühner legen Eier, Hähne wach warten

Bienen im Stock, Pferde im Stall

Halten sich stark an Arbeitsmoral.

Die Wiese ist grün, der Himmel blau

Der Esel ist dumm, der Fuchs ist schlau

Das ist doch die Welt,

meine Wunderwelt

immer sich dreht,

und  nimmer sich hält!

Esel:

Wie bitte? Wer sagt, dass ein Esel dumm ist?

(singt)

Ich bin ein Esel, grün und blau

Farbe ist egal, ist aber schlau

Ich hab ‘nen Fahrrad, fahre hin und her

Wenn du es besser kannst, dann bitte sehr! (Esel fällt)

(Erzähler lacht)

Esel:

Warum lacht ihr? Habt ihr noch keinen Esel gesehen?

Erzähler:

Doch, Esel haben wir gesehen, aber einen Radler Esel, haben wir bisher noch nicht gesehen.

Esel:

Ihr habt einen Radler Esel nicht gesehen. Weil eure Welt so klein ist. Ich lebe in der Wunderwelt. Die Esel in der Wunderwelt können Fahrrad fahren, sie können sogar schwimmen! Ich habe auch schon  Fische gesehen, die laufen konnten.

Erzähler:

Quatsch! Esel können nicht schwimmen, sie haben doch keine Flossen! Fische können nicht laufen, sie haben doch keine Beine!

Dann, sage mal, was können die Vögel?

Esel: (überlegt)

Vögel? Vögel können tauchen. Sie tauchen unter Wasser, wie U-Boote.

Erzähler:

Quatsch! Kinder, glaubt ihr, was der Esel sagt?

Kinder:

Nein! Nein!

Esel:

Ich bin jetzt beleidigt, Ich fahre weg!

(Esel fährt mit Fahrrad)


Akt 2 – Fußgänger

(Esel fährt, Frosch springt auf dem Weg. Unfallgefahr)

Frosch:

Pass auf du dummer Esel! Du hast mich fast überfahren. Du hast mich zu Tode erschreckt. Sag mal, bist du versichert? (schreit)

Hei Leute, ruft die Polizei! Ihr sollt meine Zeugen sein! Er hat mich überfahren, er hat mich verletzt und er will jetzt Unfallflucht begehen.

Esel:

Lass mich doch erklären. Rege dich nicht auf! Es ist gar nichts passiert. Ich habe doch rechtzeitig gebremst. Außerdem, warst du es schuld, nicht ich!

Was machst du hier in der Mitte der Straße? Du stehst mir im Wege!

Frosch:

Was ich mache? Was ich mache? Ich gehe über die Straße über den  Zebrastreifen. Zebrastreifen sind für Fußgänger, oder etwa nicht?

Esel:

Ja natürlich, Zebrastreifen sind für Fußgänger; aber.., aber du bist kein Fußgänger. Du gehest nicht; du springst: so, so…(springt), und bringst dich und mich und die anderen Leute in Gefahr!

Frosch:

Das ist gar nicht wahr! Außerdem, ist es mein gutes Recht, ob ich, laufe oder gehe oder springe! Zebrastreifen sind für uns Fußgänger. Wenn ich will, darf ich gehen, wenn ich will, darf ich laufen oder hüpfen!

Esel:

Wenn du so urplötzlich, auf einmal auf die Straße springst, kann ich dich nicht rechtzeitig sehen und bremsen.

Frosch:

Na und? Dann bist du es selbst schuld!

Esel:

Mag sein! Du aber bist dann tot!

Erzähler:

Gar nicht schön. Der Esel hat Recht! Auch die Frösche müssen aufpassen, sie dürfen nicht plötzlich auf  die Straße springen. Auch die Frösche sollten nach Rechts und Links gucken, und dann hinüber gehen.

Esel:

Und die Froschkinder sollten nicht alleine auf die Straße laufen, sondern, die Hand von Papa oder Mama halten und zusammen hinüber gehen.

Erzähler:

Bravo Esel, du hast es auf dem Punkt gebracht! Einmal Applaus für den Esel! (Applaus)


Akt 3 – Ampel

(Esel mit Fahrrad, Auto und Ampel)

Auto:

(Hupt) Hei…! Du dummer Esel! Siehst du nicht, dass die Ampel rot ist?

Esel:

Ich bin nicht dumm! Du darfst mich nicht beleidigen.

Auto:

Du musst doch besser aufpassen! Du darfst nicht wie ein Esel ohne nach rechts und links zu gucken die Straße überqueren. Das ist gefährlich. Du sollst bei Rot anhalten und bei Grün fahren!

Esel:

Ja! Ok, du Schlaumeier! Ich überquere die Straße nicht, ohne nach rechts und links zu gucken…

Auto:

Und…?

Esel:

Und ich fahre bei Rot, und bei Grün bleibe ich stehen!

Auto:

(an Publikum) Kinder, ist es richtig?

Kinder:

Nein!

Auto:

Was ist denn richtig?

Erzähler:

Wer weißt es?

Esel:

Ich! Ich! Ich!

Auto:

Du hast es doch gerade total falsch gesagt.

Esel:

Lass mich es nochmal versuchen!

Auto:

Dann, sag mal!

Esel:

Bei Grün anhalten, bei Gelb Fahren!

Erzähler und Kinder:

Falsch! Falsch!

Esel:

Ihr seid gemein! Ich kann es doch! Lass es bitte mich nochmal versuchen!

Erzähler:

Lassen wir ihn es nochmal versuchen?

Kinder:

Ja!

Auto:

Aber dein letzter Versuch!

Esel:

Bei Rot fahren und bei Gelb anhalten!

Auto:

Falsch! Bei Grün fahren, bei Gelb und Rot nicht fahren, sondern, anhalten.

Esel:

Warum soll ich bei Gelb anhalten? Ich liebe Gelb. Gelb ist die Farbe des Strohs!

Auto:

Gelb heißt, dass du nicht mehr auf die Straße kommen darfst, aber wenn du schon auf der Straße bist, sollst du schnell die Straße verlassen. Hast du es verstanden?

Esel:

Aber ich mag Stroh!

Auto:

Magst du mehr Stroh oder Gras?

Esel:

O, ja Gras! Gras schmeckt mir besser!

Auto:

Na dann! Wenn du die Farbe des Grases  siehst, sollst du fahren! Verstanden?

Esel:

Ja!

Auto:

Was bedeutet Gelb?

Esel:

Stroh!

Auto:

Was bedeutet Gelb an der Ampel?

Esel:

Ich muss mich beeilen.

Auto:

Warum musst du dich beeilen?

Esel:

Weil ich Stroh haben möchte!

Auto:

(schreit) Nein! Weil es gefährlich ist und du sollst schnell die Straße verlassen!

Esel:

Warum schreist du?

Auto:

Weil du ein dummer Esel bist.

Esel:

(weint) Du schimpfst mit mir! Du bist gemein!

Auto:

Entschuldigung! Du sollst es aber lernen, bei Rot und Gelb stehen bleiben, nur bei Grün fahren! Verstanden?

Esel:

Ja! Warum schreist du? Ich bin doch nicht taub.

Auto:

Ok, Ok! Du bist nicht taub, du bist nicht dumm! Ich muss aber weiter fahren, sonst wird es zu spät, Tschüss! Bye bye, auf Wiedersehen!

Esel:

Auf Wiedersehen! (will weiter fahren, die Ampel wird rot und das Auto bremst vor dem Fahrrad)

Auto:

Du bist wieder bei Rot gefahren!

Esel:

Du darfst auch nicht so schnell fahren!

Auto und Esel:

Entschuldigung!

Auto, Esel und Erzähler singen:

Bei Rot bleiben wir immer stehen!

Müssen wir aufpassen, wenn wir gehen!

Straßen sind gefährlich, Autos sind schnell!

Wenn ein Unfall passiert, ist es gar nicht schön!

Ampel (singt):

Ich bin die Ampel, und stehe da

Ich sehe alles ob weit oder nah

Ich habe Lampen, die leuchten so schön

Du sollst sie achten, du sollst sie sehen.

Die Lampe ist rot, mach mal ein Stopp

Leuchtet die gelbe, so heißt es mach flott

Vorsicht, kommt Auto, Vorsicht, kommt Esel

Guck hier und da, dann geh mal schnell.

Ist das Licht grün, fahren ist erlaubt

Grün ist immer d’ beste überhaupt

Auto und Esel verabschieden sich:

Ciao, Tschüss,  Auf Wiedersehen!

Akt 4 – Fahrrad Wartung

Esel (versucht sein Fahrrad zu reparieren):

Von wegen! Dummer Esel! Sie sind selber dumm, nicht ich! Ich bin sogar technisch sehr begabt. Lasst Euch etwas verraten: wir Esel finden immer den kürzesten Weg, ohne irgendein Navigations System. Damals, als die Menschen noch keine Navigations Systeme hatten, fanden die Esel die kürzesten Wege zwischen den Städten und markierten diese mit ihrem Kot.

Ok, ich muss mein Fahrrad reparieren. Es ist manchmal notwendig. Manchmal muss man das Fahrrad warten. Wenn man es nicht immer wieder wartet, dann wird das Fahrrad krank!

Wenn ein Fahrrad krank ist, kann es nicht rechtzeitig bremsen, kann es nicht gut fahren, dann wird es gefährlich!

Erzähler:

Du meinst, wenn das Fahrrad kaputt geht, sollte es repariert werden.

Esel:

Ja! Ja! Operieren….!

Erzähler:

Re-pa-rie-ren! Nicht operieren!

Esel:

OK! Ok! Roparieren!

Erzähler:

Ein Fahrrad wird nicht krank. Fahrräder gehen kaputt aber sie werden nicht krank! Ein Mensch wird krank oder die Hunde werden krank. Katzen werden krank, aber Fahrräder oder Autos werden nicht krank, sondern sie können defekt sein. Man sagt dann sie sind kaputt!

Esel:

Und wenn sie kaputt gehen, müssen sie zum Arzt?

Erzähler:

Natürlich nicht! Sie müssen nicht zum Arzt, sondern manbringt sie zur Werkstatt, zur Fahrradwerkstatt, zur Autowerkstatt, und man lässt sie dort wieder reparieren.

Esel:

Und ich? Wenn ich krank werde, soll ich zur Eselswerkstatt gehen?

Erzähler:

Nein, Du sollst zum Tierarzt gehen. Der Tierarzt wird dich untersuchen und dir  Medikamente verschreiben oder dich operieren.

Esel:

Das weiß ich doch alles schon!

Erzähler:

Kannst du es jetzt wiederholen?

Esel:

Ja, natürlich!

(singt)

Esel wird krank, Auto geht kaputt

Kaputt ist das Auto, wenn ihm etwas weh tut!

Wird ein Mensch krank, geht sie zur Werkstatt

Tauscht die Teile von dem Fabrikat

Fahrrad ist kaputt, geht zur Klinik

Wird operiert, wird schön und schick

Auto ist krank, wenn nicht mehr hupen kann

Braucht Aspirin für Fieber und Husten

Erzähler:

Kinder, Kinder! Hat er es wirklich verstanden?

Kinder:

Nein!

Erzähler:

Ich denke, du bist jetzt müde, sonst würde auch ein Esel wie du wissen wer zum Arzt oder Tierarzt gehen muss, wenn er krank ist, und wohin das Fahrrad gebracht werden muss, wenn es kaputt ist. Und wenn jemand so müde ist wie du, dann sollte er zu Hause bleiben; Er dürfte nicht fahren, sonst würde er  sich und andere Leute in Gefahr bringen. Verstanden?

(singt)

Die Show ist zu Ende, der Esel ist müde

Die Bären gehen in die Bärenbude

Die Show ist zu Ende, wir gehen nach Hause

Die Ampel arbeitet, hat nie ‘ne Pause

Dank der Ampel, Esel und Frösche

Fürchten nicht eure Benz oder Porsche

(Abschied)

Auf wiedersehen

Tschüss

Servus

Güle Güle

Bye Bye

Take Care

Da cevedania

Khoda Hafez

Maa Salama

Avvederci

Ciao

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